Dog-Plays


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Verträglichkeit

Verträglichkeit zwischen Hunden

Wie so oft, geht es auch hier um eine Frage der Interpretierung. Was für den einen ganz verträglich erscheint, ist für den anderen inakzeptabel. Darum werde ich probieren zu erläutern, was ich unter "Verträglichkeit" -im Bezug auf Sozialkontakt zwischen Hunden und zwischen Hund und Mensch hier im Hundeauslauf- verstehe.
Wenn 30 3-jährige im Sandkasten sitzen und einer sagt zum anderen "meine Schippe", sollte erster dem anderen nicht gleich eine über den Kopf hauen. Und täte er es doch, sollten die anderen sich nicht freudig mit da rauf stürzen.
Und so soll es auch im Auslauf zugehen. Der Auslauf ist Groß genug, um sich aus dem Wege gehen zu können wenn man sich nicht liegt. Wenn ein Hund noch nicht gelernt hat, dass das ‚sich-aus-dem-Wege-gehen' eine gute Lösung ist und Konflikte aufsucht, sollte der Besitzer seinen Hund unterbrechen und ihm deutlich machen, dass es eine alternative Lösung gibt.
Wichtig ist mir, dass alle Hunde sich in unserem Auslauf frei bewegen und wohl fühlen können. Rüden, Hündinnen und Kastraten, große und kleine, alte und junge Hunde. Wenn (nicht läufige) Hündinnen oder Kastraten andauernd von einem Rüden bedrängt und bestiegen werden, ist das also nicht OK. Ich erwarte dann auch von dem Besitzer des Rüden, dass der Hund unterbrochen und begrenzt wird.

Desgleichen gilt für Sozialspiele zwischen Hunden. Ein essenzielles Merkmal für "Spiel" ist, dass ALLE Beteiligten Spaß haben. Wenn ein Hund von zwei oft mehr Hunden gejagt und bedrängt wird, ist das kein Spiel, auch wenn alle anderen außer dem "Opfer" Spaß haben. Auch hier gilt: Man sollte fähig sein, seinen eigenen Hund effektiv zu unterbrechen und zu begrenzen.
Das Wohlergehen der Hunde ist uns sehr wichtig, aber Hunde sind nicht wichtiger als Menschen. Wir geben den Hunden sehr viel Freiraum aber auch im Freilaufgelände gibt es Grenzen. So finde ich es nicht selbstverständlich, dass Menschen aussehen "wie Sau" wenn sie nach Hause gehen, weil sie von lauter Hunden angesprungen werden oder sogar angepinkelt werden. Hunde sollten Menschen (großen und kleinen) keinen Sachen aus der Hand stehlen und Rüden sollten das Zelt nicht markieren - eigentlich doch selbstverständlich? Wenn es doch mal passiert, sollte der Besitzer des Hundes den eigenen Hund beeinflussen. Verträglichkeit bedeutet auch, dass Hunde im Zelt, wo Menschen sich Aufhalten, nicht anfangen ‚rum zu stänkern'. Wenn ein Hund das nicht kann, sollte er sich nicht dort aufhalten - und der Besitzer sollte ihm das sagen.
In allen obengenannten Fällen, in denen der Besitzer nicht, oder nicht adäquat regelnd handelt, greife ich ein. Wem es nicht passt, dass sein Hund irgendwie begrenzt wird wenn er andere Hunde angreift oder ernsthaft belästigt, sollte nicht zu diesem Auslauf kommen.

Was ich ungerne sehe ist, wenn ein Hund, der nicht so einfach ist im Umgang mit anderen Hunden, festgehalten oder angeleint wird. Erstens kann man so auch auf der Straße laufen und braucht keinen bezahlten Hundeauslauf, zweitens lernt der Hund nichts davon und das wäre schade. Wenn ein Besitzer nicht Weiß, wie er seinen Hund in solchen Situationen beeinflussen kann, sollte er zur Vorsicht einen Maulkorb mitbringen.



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